Berichte

FSV Budissa Bautzen - VfB Germania Halberstadt 0 : 4 ( 0 : 2 )
Jens am 29.04.2008 um 09:42 (UTC)
 Bittere Lehrstunde

Eine ganz, ganz bittere Lehrstunde erteilte Germania Halberstadt den Budissen und brachte denen, auch in der Höhe verdient, mit 0:4 eine empfindliche Heimniederlage bei. Budissa zeigte zwar das ganze Spiel über großen Einsatzwillen, konnte aber spielerisch mit den Gästen nie mithalten.

Halberstadt ließ von Anfang an keine Zweifel daran aufkommen, daß in Bautzen gewonnen werden soll, Sommermeyer und Pölzig setzten die ersten Akzente (4. und 6.), Stefan Fröhlich kommt Pölzig zuvor, als dieser von Banser eingesetzt werden soll (15.). Ein weiter, hoher Ball von Gottwald hebelt die gesamte Abwehr Budissas aus, doch Stefan Schier macht Bansers Schuß aus acht Metern und damit den bis dahin schönsten Angriff Germanias zunichte (17.). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Halberstadt das Spiel im Griff, unübersehbar die Lufthoheit und die Zweikampfvorteile. Erst jetzt werden die Gastgeber auch torgefährlich, bei Sebastian Nuhs’ Steilpaß auf Marcus Dörry muß Torwart Kischel Kopf und Kragen riskieren, um zur Ecke klären zu können (18.). Und als Stefke den Ball an Horst Rau verliert, kommt bei Danny Wochniks Direktschuß Torgefahr auf (21.). Das Spielgeschehen hat sich jetzt verlagert, Budissa drängt selbst auf die Führung. Matthias Pannachs Kopfball nach Freistoß Dörrys pariert Kischel glänzend (31.) und Nuhs’ Schuß aus 20 Metern schlägt Gerlach von der Linie (32.). Noch einmal haben die Zuschauer den Torschrei auf den Lippen, als Horst Rau Saalbach stehen läßt und aus 18 Metern am Tor überhastet vorbeizielt (38.). Doch wird auch in dieser Phase deutlich, daß die Gäste in ihrer Spielanlage ausgereifter sind, zu viele Bälle werden bei Budissa geschlagen statt gespielt, vieles bleibt Stückwerk.
Als sich alles mit einem 0:0 anzufreunden scheint, kommt es knüppeldick. Bautzen spekuliert auf einen Freistoß, weil Rau gefoult wurde, Luck erfaßt die Situation, setzt auf der rechten Seite Sommermeyer ein, dessen Flanke köpft Banser aus fünf Metern unhaltbar ein. Und als ob das eine Minute vor der Pause nicht schon Strafe genug ist, schickt Saalbach mit einem weitem Paß Sommermeyer, Knut Michael läßt diesen gewähren und der Germane hinterläßt mit seinem 13-Meter-Schuß Schier chancenlos.

Sicher ist die Führung der Gäste zur Halbzeit verdient, aber zwei Tore in den letzten Minuten vor der Halbzeit sind eigentlich zuviel des Schlechten. Budissa fand nach Anfangsschwierigkeiten gut ins Spiel, verpaßte aber seine Möglichkeiten und wurde dafür bitter bestraft.

Bautzen beginnt die zweite Halbzeit einsatzwillig und engagiert, als hätte es die schlimmen Minuten nicht gegeben. Doch gelingt es nach der Pause kaum noch, die Gäste zu beeindrucken. Im Gegenteil, immer wieder Nadelstiche setzend, beherrschen diese nun die Szenerie. Banser vergibt nach einer Stunde aus 20 Metern, als er auf Zuspiel von Plock Andreas Zichner und Stefan Fröhlich stehenläßt. Und als erneut Banser Stefkes Freistoß aus 20 Metern, halbrechte Position, leicht abfälscht, ist das Spiel entschieden. Torhüter Kischel verlebt nun einen ganz ruhigen Abend, lediglich Miroslav Sentivans Schuß aus 20 Metern zwingt ihn nochmals zum Eingriff (74.). Anders die Halberstädter, Banser überläuft nach Steilvorlage des guten Sommermeyer Zichner und Michael und schießt allein vor Schier am Kasten vorbei. Und als Sommermeyer nach einem abgewehrten Freistoß ungestört durchs Mittelfeld eilt und wiederum Banser anspielt, findet dessen Eingabe Stefke allein vor dem bemitleidenswerten Schier. Sein eleganter Heber läßt den Bautzener Torwart keine Abwehrmöglichkeit. Budissa ist nun auch moralisch geschlagen, Germania tut nur noch das nötigste.

Das Spiel (und auch das in Dresden) zeigte deutlich, woran es hapert. Nicht am Kampfgeist oder Einsatzwillen, da auf keinen Fall. Aber im Angriff, dort klemmt die Säge erheblich. Budissa kann sich Torchancen nur erkämpfen, kaum jedoch erspielen. Sosehr Dörry auch rackert, Nuhs, Fröhlich und die anderen Kampfgeist zeigen, es gibt derzeit niemanden, der die gegnerischen Abwehrreihen in Angst und Schrecken versetzt. Die verletzten Schaumkessel, Riedel und Helcelet fehlen an allen Ecken und Enden. Budissas Sturm besteht lediglich aus offensiven Mittelfeldspielern, die eine Abwehr nicht knacken können.

Den Gastgebern wurden in diesem Spiel von einer sehr stark spielenden Truppe aus Sachsen-Anhalt die Grenzen aufgezeigt, wie auch Trainer Steffen Hammermüller unumwunden zugab. Budissa gelang es nach dem Rückstand nie, am sich abzeichnenden Spielausgang zu rüttleln


Bautzen: Schier – Fröhlich, Kunisch, Michael, Zichner – Dörry, Nuhs, Sentivan, Pannach, Wochnik – Rau (74. Dietze).

Halberstadt: Kischel – Kopp, Gottwald, Saalbach, Pölzig – Luck, Plock (80. Ulrich), Sommermeyer (80. Pfeffing), Gerlach – Stefke (85. Horst), Banser.

Tore: 0:1 Banser (44.), 0:2 Sommermeyer (45.), 0:3 Banser (67.), 0:4 Stefke (77.).

Ecken: 7:5 (3:3)

Gelbe Karten: Dörry, Nuhs, Zichner – Luck, Pfeffing.

Schiedsrichter: Christoph Marschner (Berlin)

Zuschauer: 520

(jk)
 

FC Eilenburg - FSV Budissa Bautzen 4 : 2 ( 1 : 0 )
Jens am 08.04.2008 um 09:39 (UTC)
 Enttäuschende zweite Halbzeit

Durch zwei Schlafeinlagen jeweils zu Beginn beider Halbzeiten, brachte sich Budissa frühzeitig in eine aussichtslose Position und verlor das Spiel beim Tabellennachbarn Eilenburg verdient mit 2:4. Gerade die zweite Halbzeit, trotz zweier Tore, geriet dabei zur Enttäuschung.
Gegenüber dem Auerbach-Spiel liefen für Riedel und den verletzten Schaumkessel diesmal Völker und Sentivan von Beginn an auf. Budissa, das sich einer ca. 30-köpfigen Fangemeinde erfreuen durfte, war bis dahin drei Spiele ungeschlagen, die Gastgeber mußten fünf sieglose Spiele verzeichnen – und begannen wie die Feuerwehr. Bereits der erste ernstzunehmende Angriff saß. Ein weiter Feistoß von Moritz erreicht Baude, dessen Schuß Gasch aus ca. fünf Metern mühelos im Tor versenkt. Kurz darauf gleich die Chance zum 2:0. Bei einem weiten Flugball von Ackermann auf Gasch verschätzt sich Stefan Schier beim Herauslaufen, kann seinen Fehler aber im zweiten Versuch wieder wettmachen (6.). Das Spiel verflacht nun etwas, wird aber weiter von den Muldestädtern kontrolliert. So schaffen sie erneut zwei brisante Situationen. Erst fordern sie einen Strafstoß, als Kunsich Gasch stoppt (19.), dann vergibt Gasch aus acht Metern eine Eingabe von Seifert (20.). Auffällig, daß bei den Gastgebern sehr viel über die rechte Seite ging. Von Budissa war bis dahin nicht viel zu sehen. Das erste Achtungszeichen setzte Kunisch, dessen Kopfball nach Dietzes Ecke aber abgewehrt wurde (28.). Als Dörry, wieder mit sehr großem Laufpensum, Ackermann den Ball abjagt, kommt das Leder zu Sentivan, der freistehend aus zehn Metern das Tor nicht trifft und so den sicheren Ausgleich vergibt (30.). Das war die einzige echte Torchance der Bautzener in der ersten Hälfte. Nur einmal noch kam Torgefahr auf, bei einem weiten Einwurf von Kilz läßt Stefan Schier das Streitobjekt zu Haufe prallen, kann aber mit gutem Reflex die Situation wieder bereinigen (40.).

Die ersten zehn Minuten schwach, rappelte sich Budissa wieder auf und tat gegen Ende der ersten Halbzeit viel für die Offensive, erspielte sich optische Vorteile, war aber kaum in der Lage, den unsicher wirkenden Torwart Kotzbau entscheidend unter Druck zu setzen.

Zur zweiten Halbzeit brachte Trainer Hammermüller Riedel für den glücklosen Völker, um den Sturm zu stärken. Doch wieder erwischten die Gastgeber den besseren Start, Sebastian Gasch setzt sich gegen Markus Kunisch durch, paßt auf Ferl und der läßt Stefan Schier im Tor aus etwa zehn Metern keine Chance. Wieder wurden die Budissen überrumpelt, hatten sie den Anfang verschlafen. Dann gab es jede Menge Leerlauf, bis sich der Gastgeber erneut aufraffte. Immer wieder Gasch, ständiger Unruheherd, von Kunisch kaum zu stoppen, stürzte die Gäste von einer Verlegenheit in die andere. So auch in der 61. Minute, als er eine Flanke von Baude aufnimmt, sich gegen Kunisch und Fröhlich durchsetzt aber knapp am kurzen Eck vorbeizielt. Kurzes Lebenszeichen des Gastes: Dietzes Heber aus rund 20 Metern streicht über das Tor. Doch dann glänzt wieder Sebastian Gasch. Zunächst schnappt sich Haufe im Mittelfeld den Ball von Pannach und setzt Gasch ein, der auf Schier zuläuft. Dieser rutscht aus, Gasch schiebt den Ball in aller Seelenruhe auf den mitgelaufenen Baude, der gar nicht mehr am leeren Tor vorbeischießen kann. Das Spiel scheint entschieden, 3:0 führt Eilenburg, Bautzen mühte sich zwar jederzeit, wirkt im Sturm aber zu schwach, daß es noch einmal gefährlich werden könnte. Eilenburg tut nur noch das nötigste und wird dafür bestraft. Es folgt eine wilde Schlußphase.
Nach schöner Flanke von Dörry köpft Robert Riedel zum 3:1 ein. Stefan Fröhlichs weiten Freistoß bringt Swirlik von der Grundlinie per Kopf zu Markus Kunisch, der den Ball humorlos aus kurzer Entfernung zum 3:2 in die Maschen drischt. Die Spreestädter wittern Morgenluft, die Fans sind wieder erwacht, die Partie ähnelt der in Jena. Budissa drückt. Und wieder spuckt ihnen der überragende Gasch gehörig in die Suppe. Erst nimmt er Knut Michael, der keinen guten Tag erwischt hat, den Ball im Mittelfeld ab, dann umkurvt er Wochnik und Fröhlich, läßt auch noch Stefan Schier hinter sich, schiebt die Kugel in das leere Tor und krönt so seine tolle Leistung mit dem 4:2.

Mitte der zweiten Halbzeit sah es ganz bitter für Budissa Bautzen aus. Zwar immer bemüht, das Spiel offen zu halten, sah man, bedingt durch individuelle Fehler und die offensichtliche Sturmschwäche, einem Debakel entgegen. Gasch war nie zu stellen und machte den Unterschied aus. Erst, als sich die Gastgeber nach dem 3:0 am Ziel wähnten und die Zügel schleifen ließen, geriet der beruhigende Vorsprung der Eilenburger nochmals in Gefahr. Doch dazu hätte es noch viel Glück bedurft. „Und Glück hat nur der Tüchtige. Und so richtig tüchtig war eigentlich gar keiner von uns heute“. So sah Trainer Hammermüller das Spiel – dem ist nichts hinzuzufügen.


Eilenburg: Kotzbau – Ackermann, Sawetzki, Kilz – Seifert, Korb (69. Polten), Moritz, Ferl, Baude (74. Maruhn) – Haufe (79. Bernhardt), Gasch.

Bautzen: Schier – Fröhlich, Kunisch, Michael, Wochnik – Völker (46. Riedel), Nuhs, Pannach (70. Rau), Dietze (70. Swirlik) –Sentivan, Dörry.

Tore: 1:0 Gasch (5.), 2:0 Ferl (48.), 3:0 Baude (67.), 3:1 Riedel(78.), 3:2 Kunisch (85.), 4:2 Gasch (90.).

Ecken: 6:3 (4:3)

Gelbe Karten: Polten - Michael.

Schiedsrichter: Torsten Jauch (Benshausen).

Zuschauer: 178

(jk)
 

FSV Budissa Bautzen - VfB Auerbach 1:1 (1:0)
Jens am 30.03.2008 um 22:52 (UTC)
 Beide mit Remis nicht zufrieden

Weder Fleisch noch Fisch war für Budissa und Auerbach die 1:1-Punkteteilung. Beide Trainer zeigten sich nach dem Spiel unzufrieden. Dünger hätte gern gewonnen, Hammermüller fand, daß das Spiel keinen Sieger verdient habe. Dabei waren die Voraussetzungen bestens.

Schönes Frühlingswetter und die Flutlicht-Saisonpremiere bildeten hervorragende Rahmenbedingungen für dieses Spiel. Dazu kam der moralische Rückenwind des Sieges in Meuselwitz. Auf der Gegenseite stand die beste Rückrundenmannschaft, so konnten sich die 720 Besucher auf ein gutes Spiel freuen. Doch die Partie begann sehr verhalten, beide schienen mehr Respekt vorm Gegner als Siegeswillen zu haben. Nur einmal in den ersten 20 Minuten kam so etwas wie Torgefahr auf, als Gorschinek nach schnellem Spiel von Riedel, Dörry und Schaumkessel seinen eigenen Torhüter prüfte (11.). Jetzt übernahm Budissa die Initiative. Jens Schaumkessel hatte die erste dicke Chance, als er nach Pannachs und Dörrys Vorarbeit fünf Meter vorm Tor den Ball nicht richtig traf und über das Gehäuse schoß (21.). Nach Doppelpaß mit Riedel versucht sich Thomas Pannach aus 20 Metern, doch verzieht ebenfalls (22.). Und noch eine sehr gute Chance in dieser Phase, Dörrys Flanke läßt der Auerbacher Torhüter fallen, Gorschinek kann aber Wochniks Kopfball von der Linie kratzen (26.). Auf der Gegenseite streicht Schusters Schuß von der Strafraumgrenze nach Wielands Freistoß knapp am Tor vorbei (28.). Nun verflacht das Spiel wieder, passierte bis zur 40. Minuten nichts mehr, lediglich eine erneute Unsicherheit des Auerbacher Keepers bei einem Schuß Dietzes, der seine Rotsperre abgesessen hat, gab es zu registrieren (38.). Der dritte Lapsus Daniel Fröhlichs bringt die Gastgeber in Front. Einen weiten Freistoß seines Namensvetters auf Bautzener Seite läßt er erneut fallen und Schaumkessel kann den Ball ins Tor stochern. Mit seinem zweiten Saisontreffer bescherte er seiner Mannschaft die nicht unverdiente Pausenführung.

Meist im Mittelfeld stattfindend, zog sich das Spiel mit einer zehnminütigen Unterbrechung hin und riß sicher nur die Kenner taktischer Winkelzüge vom Hocker.

Mit einer nett anzusehenden Wunderkerzeneinlage begrüßten die Fans ihre Mannschaft nach der Pause. Doch scheinbar ging nur den Vogtländern ein Licht auf. Die Gäste waren heiß auf die zweite Halbzeit, warteten schon weit vor dem Anpfiff auf ihren Gegner - und legten sofort los.
Düring, der sich rassige Duelle mit Dörry lieferte und auch selbst viel für die Offensive tat, gab mit seinem 30-Meter-Schuß das Signal (49.). Und Auerbach kam dem Tor immer näher. War Weigls Kopfball aus acht Metern noch nicht so gefährlich (50.), strich Schuchs Versuch aus sieben Metern nur ganz knapp vorbei (53.). Schier riskiert Kopf und Kragen gegen den auf ihn zulaufenden Wieland und macht Schuchs Nachschuß mit einem Klassereflex zunichte (54.) Bei der anschließenden Ecke ist Budissas Glück aufgebraucht, Thomas Pannach vollendet aus dem Gewühl zum Ausgleich (54.).Von Budissa bis dahin nichts zu sehen, der Ausgleich völlig verdient, spielerisch ging kaum etwas. Mit Sentivans Einwechslung kam wieder Kultur ins Spiel der Ostsachsen, konnten nun selbst Akzente gesetzt werden. Erstes, aber heftiges Lebenszeichen in der 63. Minute, als Dietze Sentivans weite Flanke volley ganz knapp am rechten Pfosten vorbeischießt. Auf der Gegenseite stockt den Fans nochmals der Atem. Saalbach schlägt einen Freistoß aus dem Mittelkreis direkt aufs Tor, Stefan Schier kann den Kugel gerade noch so im Rückwärtslaufen über die Latte buchsieren (66.). In den letzten Minuten wollen dann beide den Sieg, wobei wieder die Gäste die hochkarätigeren Chancen haben. Der eingewechselte Dressel schickt Auerbachs besten Torschützen Schuch, der allein vor Schier auftaucht und aus 15 Metern abzieht. Doch der Budissenkeeper kann mit einer glänzenden Reaktion den Ball noch an die Latte lenken (84.). Düring versucht Schier mit einem Heber zu überlisten (87.), der Ball senkt sich zum Glück für die Spreestädter aber nur auf das Tornetz. Doch Budissa hält nochmals dagegen, allerdings kann Völker den Ball nach Dörrys Sturmlauf nicht über die Linie bringen (90.) und nach Sentivans Kopfballablage meistert Fröhlich den Schuß von Nuhs (90 +1.).

Die Gäste dominierten den zweiten Abschnitt anfangs klar und kamen absolut verdient zum Ausgleich. Budissa wirkte in dieser Phase wie gelähmt. Erst die Hereinnahme Sentivans brachte wieder spielerische Linie in die Aktionen der Gastgeber. In den Schlußminuten versuchten beide, das Spiel zu gewinnen, wobei Auerbach die klareren Chancen hatten und Schier sich mehrfach auszeichnen konnte. So können die Hammermüller-Schützlinge mit dem Punkt sicher besser leben.


Bautzen: Schier – S.Fröhlich, Kunisch, Michael, Wochnik – Dörry, Nuhs, M.Pannach, Dietze (79. Völker) – Schaumkessel (61. Rau), Riedel (56. Sentivan).

Auerbach: D.Fröhlich – Saalbach, Gorschinek, Schuster – Weigl, Wieland, T.Pannach, Düring, Wemme – Schuch, Pfoh (69. Dressel).

Tore: 1:0 Schaumkessel (40.), 1:1 T.Pannach (54.).

Ecken: 8:4 (3:1)

Gelbe Karte: Weigl.

Schiedsrichter: Anja Kunick (Lissa)

Zuschauer: 720
 

ZFC Meuselwitz - FSV Budissa Bautzen 1 : 2 (0 : 1)
Jens am 24.03.2008 um 11:47 (UTC)
 Budissa mit glänzender Moral

In einer turbulenten Schlußphase behielt Budissa Bautzen beim ZFC Meuselwitz mit 2:1 die Oberhand und konnte so den ersten Sieg in der Rückrunde erzielen. Stark, wie sich die Gäste nach dem umstrittenen Strafstoß in der Nachspielzeit präsentierten und selbst noch einmal zuschlugen.

Trainer Hammermüller stellte gegenüber des Sachsen-Spiels auf zwei Positionen um. Wochnik spielte im linken Mittelfeld für den gelb-rot-gesperrten Dietze und Völker wurde von Riedel ersetzt.
Und der ließ gleich nach acht Minuten die Gäste jubeln. Als Schaumkessel den Meuselwitzer Hebestreit bedrängt, kommt der Ball zu Riedel, der Elias noch ins Leere laufen und mit einem trockenen Linksschuß aus 14 Metern Dix keine Chance läßt. Dies paßte den Ostsachsen sehr ins Konzept und bestimmte anschließend die Taktik. Zwar übernahmen die Thüringer jetzt mehr und mehr das Heft des Handelns, doch hatte die an diesem Tage stabile Abwehr das Geschehen jederzeit im Griff. Viel zu einfallslos agierte Meuselwitz, im Mittelfeld wurde oft quer gespielt, um dann mit langen, hohen Bällen meist an Kunisch und Michael oder an der Abseitsfalle zu scheitern. Zudem ließen auch die Außenverteidiger Zichner und Fröhlich nichts anbrennen. Nur einmal, nach zwölf Minuten, stockte der Bautzener Atem, als Bocek, von Dimter geschickt, mit Schier preßschlägt und der Ball anschließend ins Aus trudelt.
Danach passierte lange Zeit nichts, die Zuschauer reagierten genervt. Erst nach 41 Minuten gab es wieder einen kleinen Aufreger, Mees’ Fehlpaß nutzt Pannach zu einem Steilpaß auf Dörry, doch Dix kommt ihm zuvor. Und eine Minute vorm Pausentee hat auch der Gastgeber seine erste Chance, eine weite Flanke von Dimter erreicht Miltzow, dessen Kopfball Schier aber halten kann. Kurz darauf rettet Zichner gegen Scherz.

Pfiffe zur Halbzeit, wenig nennenswertes auf dem Platz. Ohne selbst viel nach vorn zu tun, hat Budissa das Spiel im Griff.

Halatas Pausenansprache muß deutlich gewesen sein, Meuselwitz begann den zweiten Durchgang äußerst engagiert. Mees’ Steilpaß verlängert Weis auf Bocek, der knapp am Tor vorbeizieht (47.), ein 22-Meter-Schuß von Kwiatkowski streicht über den Kasten (48.). Anschließend ist Schier dreimal gefordert, kann zunächst Weis’ 25-Meter-Aufsetzer zur Ecke lenken (50.), ist Sieger gegen Hebestreit (55.) und wehrt auch Fischers Schuß zur Ecke ab (60.). Budissa hatte das schlimmste überstanden und tut jetzt selbst mal wieder etwas für die Offensive. Einen weiten Paß von Nuhs erreicht zwar nur Torwart Dix, doch der schießt den eben eingewechselten Völker an und hat Glück, daß der Ball gemächlich am Tor vorbeistreicht (63.). Wieder ist es Nuhs, bester bei den Gästen, der Dörry schickt. Der schließt das gewonnene Dribbling gegen Bronec mit einem Heber aus 20 Metern über den zu weit vorm Tor stehenden Dix ab, verfehlt aber knapp das Ziel (75.). Dix’ Glanzparade gegen Sentivans Kopfball aus 8 Metern, Dörry hatte einen Freistoß getreten, macht die beste Chance der Gäste zunichte (77.). Das Spiel scheint nun dem Ende entgegenzuplätschern, es folgt aber eine Schlußphase, die es in sich hat, beide kämpfen plötzlich mit offenem Visier.
Klärt zunächst Michael nach Kopfball von Fischer für den bereits geschlagenen Schier auf der Linie (85.), hat Geburtstagskind Völker (herzlichen Glückwunsch!) plötzlich zweimal die Chance, den Sack zuzubinden. Zunächst scheitert er mit schwachem Schuß nach klugem Dörry-Paß allein vorm Tor am Meuselwitzer Keeper (88.), keine Minute später schiebt er den Ball aus 8 Metern nach schöner Vorarbeit von Sentivan und Rau am Kasten vorbei. Den sicheren Sieg scheinbar vergeben, sieht sich Budissa jetzt dem Abschlußsturmlauf der Gastgeber ausgesetzt. Zunächst unterläuft Schier Selichas Ecke, was Fischer allerdings noch nicht nutzen kann und knapp verfehlt (89.), dann überlisten Scherz und Weinert per Doppelpaß die Budissenabwehr, jedoch kommt Fröhlich gerade noch dem einschußbereiten Fischer zuvor (90.). Und nun fällt doch noch der Ausgleich. Eine weite Flanke köpft Fischer, von Schier bedrängt, an die Lattenunterkante, den Nachschuß kann der Gästekeeper glänzend parieren. Schiedsrichter Seidel ahndete aber den Angriff Schiers auf Fischer zur Überraschung aller und zeigte auf den Punkt (90+1.). Hebestreit ließ sich diese Chance nicht entgehen, Schier war fast noch dran. Doch Budissa zeigte Moral, im Jubel der Gastgeber schnappt sich Sentivan das Leder, spielt auf den nach vorn eilenden Nuhs, der auf Dix zuläuft und diesen mit einem überlegten Heber überwindet. Als Schier noch gegen Miltzow klärt (90+5), ist der erste Sieg in der Rückrunde unter Dach und Fach.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdiente sich Budissa diesen Auswärtssieg. Jedoch spielten die Thüringer mit ihrer einfallslosen Spielweise den Gästen in die Karten. Die Abwehr wird immer sicherer, zumindest hier ist Bautzen auf einem guten Weg. Nach vorn ging allerdings nicht viel. Die spannende Nachspielzeit hätte man sich bei konzentrierterer Chancenauswertung ersparen können. Bemerkenswert die Moral nach dem eigentlich niederschmetternden Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit.


Meuselwitz: Dix – Bronec (79. Weinert), Elias, Hebestreit, Mees (59. Fischer) - Scherz, Weis, Dimter, Kwiatkowski (84. Selicha) - Miltzow, Bocek.

Bautzen: Schier – Fröhlich, Kunisch, Michael, Zichner – Dörry, Nuhs, Pannach, Wochnik (72. Rau) – Schaumkessel (68. Sentivan), Riedel (60. Völker).

Tore: 0:1 Riedel (8.), 1:1 Hebestreit (90 + 2. / Foulelfmeter), 1:2 Nuhs (90 + 3.).

Ecken: 6:3 (1:2)

Gelbe Karten: Dimter - Dörry, Pannach, Wochnik, Schier, Nuhs.

Schiedsrichter: Jan Seidel (Potsdam)

Zuschauer: 817
 

FSV Budissa Bautzen - FC Sachsen Leipzig 1:1 (0:1)
Jens am 12.03.2008 um 15:40 (UTC)
 Nach Rückstand Punkt verdient

Mit einer ansprechenden Leistung in der zweiten Halbzeit verdiente sich Budissa Bautzen gegen Sachsen Leipzig beim 1:1-Unentschieden einen Punkt. Dabei war in diesem Spiel mehr möglich, allerdings für beide Seiten, so daß das Unentschieden am Ende sicher gerecht ist.

Trainer Hammermüller hat nach der zumeist enttäuschenden Leistung von Jena reagiert. Schier löste Zwahr im Tor ab, für Wochnik, Hausmann und den verletzten Rau spielten Zichner, Völker und Schaumkessel von Beginn an.
Budissa startete sehr selbstbewußt und hatte gleich die erste gute Chance. Heinzes verunglückte Abwehr nach Dietzes Einwurf drischt Nuhs aus 20 Metern mit links an die Latte (7.). Doch danach passiert nicht mehr viel, im Gegenteil, Leipzig übernimmt mehr und mehr die Initiative, ohne allerdings selbst sonderlich gefährlich zu werden. So plätschert das Spiel vor sich hin bis zur 22. Minute. Oswald bedient Racanel im Mittelfeld, der schiebt steil auf Lee Gandaa. Zichner kann dem Leipziger nicht folgen, der umkurvt Schier und hat keine Mühe, den Ball ins leere Tor zu schieben. Mit der ersten richtigen Torchance gehen die Gäste in Führung. Und der Tabellenneunte will gleich nachlegen. Möckel schickt auf rechts Lee Gandaa, dessen Eingabe Hempel am Elfmeterpunkt freistehend verfehlt (25.). Budissa ist in diese Phase viel zu inaktiv, überläßt den Leipzigern das Spiel, die allerdings mit ihrer Überlegenheit nichts anzufangen wissen. Erst nach mehr als einer halben Stunde wieder ein kleiner Aufreger, als Pannach nach schönem Zusammenspiel von Oswald und Garbuschewski gegen den agilen Lee Gandaa klären kann (35.). Gegen Ende des ersten Durchganges rafften sich die Budissen dann aber doch noch einmal auf, Nuhs bedrohte das Tor Lippmanns zweimal, erst, als sein Schuß aus 16 Metern abgeblockt wurde (36.), den anschließenden Eckball verzog er dann knapp (37.). Doch auch der FC Sachsen kam nochmals, Breitkopfs Kopfball aus sechs Metern strich knapp am Tor vorbei (45.).

Zur Halbzeit ist die Gästeführung sicher verdient. Die Leipziger sind die aktivere Mannschaft ohne jedoch zu glänzen. Aus der Überlegenheit sprang, bis auf das Tor, nichts zwingendes heraus. Bei Budissa fehlen vorn die Anspielstationen, Dörry ist auf sich allein gestellt. Positiv das engagierte Spiel Dietzes auf der linken Seite, wenn auch ab und an ziemlich ungestüm.

Riesenglück dann für Budissa zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nach Racanels Ecke, die Schier weder faustet noch fängt, liegt der Torhüter mehr auf Heinze, als daß dieser den Keeper behindert, den abprallenden Ball schiebt Möckel zum vermeintlichen 0:2 ein. Doch Schiedsrichter Böhmer läßt Gnade vor Recht ergehen und entscheidet auf Freistoß für die Gastgeber (46.). Und die Leutzscher drücken weiter, nach Lee Gandaas Flankenlauf scheitert Heinze an Schier (50.). Doch die Spreestädter nehmen jetzt den Kampf an, auch die Fans zeigten nun mehr Einsatz. Der gerade für Völker eingewechselte Riedel vergibt aus 15 Metern eine sehr gute Schußchance nur ganz knapp, als Dietze mit starkem Einsatz den Ball auf der linken Seite erkämpfte und Dörry überlegt zurückspielt (57.). Die Partie wird jetzt umkämpfter, Dietze, sehr einsatzfreudig an diesem Tag, tat an der Seitenlinie etwas zuviel des Guten, säbelte Rozgonyi um und sah dafür zurecht die Gelb-Rote Karte (61.). Im Gegenzug wirkte Schier bei Heinzes letzter Aktion, einem 23-Meter Schuß, nicht sicher.
Dann der schönste Angriff Budissas. Einen verlängerten Einwurf nimmt Schaumkessel auf, umkurvt Möckel. Seine Eingabe lenkt Dörry mit der Hacke an den Innenpfosten und läßt so Lippmann im Gästetor keine Chance. Resultatsmäßig ausgeglichen, ging das Spiel kurz darauf auch von der Spielerzahl her ausgeglichen weiter, weil Lee Gandaa, der schon Gelb hatte, eine bereits abgepfiffene Aktion noch mit einem Tor krönen wollte (64.).
Beide wollten jetzt den Sieg, dabei erspielte sich auch Budissa Chancen. So in der 75. Minute, als nach einer Kombination über Zichner, Schaumkessel und Riedel wieder Schaumkessel an den Ball kommt, jedoch Möckel bereinigen kann. Eine Minute später muß eigentlich das 2:1 fallen. Schaumkessels Paß auf Nuhs hebelt die Abseitsfalle der Leipziger aus, Nuhs umkurvt Rozgonyi und Torhüter Lippmann, spielt wieder auf Schaumkessel. Doch dieser schiebt, allein vorm fast leeren Tor, den Ball auf den auf der Linie postierten Hempel in die Füße (76.). Kurz darauf spielt Riedel Baum aus, scheitert aber an Lippmann (77.).
Aber auch die Gäste wollten den Sieg, Schier bekam bei Racanels 18-Meter-Freistoß über die Mauer gerade noch die Faust an den Ball (79.), Zichner rettet nach Oswalds Paß gegen den durchgebrochenen Richter (81.).
In den Schlußminuten überschlugen sich dann die Ereignisse. Nach weitem Freistoß und Kopfballverlängerung buchsierte Breitkopf den Ball in das Bautzener Tor, doch der Schiedsrichter erkannte eine Abseitsstellung (90.). Semmers Eingabe sahen die Gäste durch ein Handspiel Michaels im Strafraum gestoppt, was deren Fans auf die Palme und Teile davon gar in den Innenraum brachte (90.). Und als nach Rozgonyis Schrägschuß Baum vorbeigrätschte, war das Unentschieden dann perfekt.

Budissa ließ die erste Halbzeit wieder verstreichen, ohne große Akzente zu setzten. In der zweiten dann eine deutliche Steigerung. Bei etwas mehr Abgebrühtheit hätten die Leutzscher auch geschlagen werden können. Andererseits wäre das Spiel bei manch anderem Schiedsrichter auch in eine ganz andere Richtung gekippt. So können und müssen beide mit dem einen Punkt leben, was beide Trainer auch in der Pressekonferenz herausstellten. Bautzens Hammermüller lobte dabei das disziplinierte Spiel seiner Truppe nach der Pause und, daß sie trotz Rückstandes und Dezimierung nicht auseinandergefallen ist.

Die Leistung des zweiten Abschnittes läßt auf bessere Zeiten hoffen.

Bautzen: Schier – Fröhlich, Kunisch, Michael, Zichner – Völker (55. Riedel), Nuhs, Pannach, Dietze – Schaumkessel (78. Hausmann), Dörry.

Sachsen Leipzig: Lippmann – Rozgonyi, Möckel, Heinze (63.Semmer) – Oswald, Garbuschewski, Racanel, Hempel (78. Richter), Baum – Breitkopf, Lee Gandaa

Tore: 0:1 Lee Gandaa (22.), 1:1 Dörry (63.).

Ecken: 6:4 (4:1)

Gelbe Karten: Kunisch, Dörry – Oswald, Rozgonyi.

Gelb-Rote Karten: Dietze (61.), Lee Gandaa (64.)

Schiedsrichter: Böhmer (Gornau).

Zuschauer: 1.280

(jk)
 

FC Carl Zeiss Jena II. - FSC Budissa Bautzen 3:2 (2:0)
Jens am 12.03.2008 um 15:39 (UTC)
 Erste Stunde völlig verschlafen


In einem kampfbetonten Spiel unterlag Budissa bei der Jenaer U23, betrachtet man die gesamte Spielzeit, völlig zurecht mit 2:3. Dabei mußte man nach ca. einer Stunde das schlimmste befürchten, führten die Thüringer hochverdient mit 3:0 und sahen wie der sichere Sieger aus.

Bereits der erste Angriff der Jenaer zeigte, wie der Bautzener Abwehr an diesem Tage beizukommen war, mit Steilpässen und über die Flügel. Der überragende Hansen war der Nutznießer von Lazarevics Eingabe. Die einzige ernstzunehmende Chance ergab sich für Nuhs. Dessen Seitfallzieher von der Strafraumgrenze nach einer abgewehrten Dörry-Flanke strich aber knapp am Gehäuse der Jenaer vorbei (10.). Die Partie ist temposcharf, Jena dabei viel aktiver, aggressiver und mit Schnelligkeitsvorteilen. Deutlich wird dies gerade beim 2:0, als die Gäste den Ball auf ihrer linken Abwehrseite vertändeln, Ullmann diesen zum wiederum freistehenden Hansen durchschiebt. Der hat keine Mühe und läßt Zwahr, den Innenpfosten treffend, keine Chance.
Von den Budissen ist weiterhin nichts zu sehen, im Gegenteil, die Thüringer drücken, es ist schlimmeres zu befürchten. Die Spreestädter können von Glück reden, daß Jena dicke Chancen ausläßt. So, als Hansen nach Paß von Reuther Michael stehen läßt und knapp am Hattrick vorbeischrammt (38.) oder Ullmann Zwahrs Patzer nicht nutzen kann (44.). Fußballerisch war die erste Halbzeit eine Zumutung, das 2:0 ist zur Pause äußerst schmeichelhaft.

Die zweite Hälfte begannen die Budissen engagierter und offensiver, irgendwie schien ein Ruck durch die Truppe gegangen zu sein. Der eingewechselte Schaumkessel hatte zunächst nach einer Kombination über Völker und Dörry eine Chance (47.), Dietzes Schuß, der zur Bogenlampe wurde, konnte Dwars zur Ecke lenken (49.). Doch dies schien nur ein Strohfeuer zu sein, Jena zog wieder an und erspielt sich klarste Chancen, um den Sack zuzubinden. Ullmann schnappt sich von Kunisch die Kugel, legt auf Lazarevic, der bedient Fardjad-Azad, der wiederum an Zwahr und Tor vorbeischiebt (50.). Kurz darauf läuft Ullmann allein auf Zwahr zu, spielt diesen 25 Meter vorm Tor aus und vergibt kläglich allein aufs leere Tor zulaufend (53.). Gleich darauf machte Lazarevic ernst und schloß eine schnelle Kombination über Hansen und Ullmann, dessen Schuß Zwahr zunächst parieren konnte, ab. Jena weiter wie im Rausch, Michael rettet gegen den durchgebrochenen Reuther (56.), Pannach kann Zimmermann gerade noch so bremsen (57.). Budissa schlittert einem Debakel entgegen.
Doch wie aus dem Nichts die Auferstehung: Völker, der das Spiel belebte, flankt auf Dörry, dessen gehaltenen Kopfball Schaumkessel zum 3:1 abstauben kann. Jena scheint überrascht und wird unsicher, Bautzen plötzlich obenauf. Eine Eck von Dörry kann Dietze volley von der Strafraumgrenze zum 3:2 einschießen. Dörry, der im Fallen vorbeischießt, hat den Ausgleich auf dem Fuß (73.). Nun sind die Gäste am Drücker, bestimmen das Spiel, können sich aber keine zwingenden Chancen mehr erarbeiten. Jena, plötzlich mit dem Rücken zur Wand, schleppte sich nach drückend überlegen geführten ersten Stunde gerade noch so zum Sieg.

Was bis zum 3:0 von den Spreestädtern geboten wurde, bleibt dem Betrachter ein Rätsel. Rätselhaft auch, wie nach dem 3:1, das sich weder ankündigte noch zu erahnen war, das Spiel eine völlig andere Richtung nahm. 30 Minuten ansprechendes Oberliganiveau waren immerhin etwas, wenn auch viel zu wenig. Das Schiedsrichterkollektiv hatte nicht einmal das zu bieten.

Jena II.: Dwars – Hoffmann, Spanier, Wendler, Schraps – Hansen, Fardjad-Azad, Zimmermann, Lazarevic (73. Teske), Reuther – Ullmann.

Bautzen: Zwahr – Fröhlich, Kunisch, Michael, Wochnik – Dörry, Nuhs, Dietze, Pannach (83. Swirlik), Rau (46. Völker) – Hausmann (46. Schaumkessel).

Tore: 1:0 Hansen (2.), 2:0 Hansen (27.), 3:0 Lazarevic (54.), 3:1 Schaumkessel (59.), 3:2 Dietze (65.).

Ecken: 4:4 (3:2)

Gelbe Karten: Zimmermann - Pannach, Dörry

Schiedsrichter: Thomas Gindler (Berlin)

Zuschauer: 82

(jk)
 

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