Berichte

Kapitän Nuhs bringt Budissa eine Runde weiter
Jens am 11.04.2009 um 00:29 (UTC)
 Was für ein herrlicher Abend auf der Müllerwiese. Bestes Wetter, Flutlicht, tolle Atmosphäre, ein ansehnliches Spiel und dazu noch ein Sieg – Fußballherz, was willst Du mehr. Mit einem 2:0-Sieg revanchierte sich Budissa Bautzen für die kürzlich erlittene 0:3-Heimschlappe im Punktspiel gegen den SSV Markranstädt und zieht so ins Landespokal-Halbfinale ein.

Trainer Hoßmang änderte seine Formation im Vergleich zum letzten Spiel lediglich auf einer Position, Andreas Zichner spielte für den angeschlagenen Sebastian Schenk in der Abwehr. Beide Mannschaften waren zunächst darauf bedacht, die Reihen geordnet zu halten, sich in der Abwehr keine Blöße zu geben. So entwickelte sich ein intensives Spiel zwischen den Strafräumen ohne echte Torgefahr, sieht man einmal von der Rettungstat des Markranstädter Torhüters Moritz gegen Lukas Helcelet ab (16.). Die Gäste, beste Mannschaft der Oberliga-Rückrunde mit fünf Siegen in sechs Spielen, wirkten homogener, hatten spielerische Vorteile. Mitte der ersten Halbzeit erlangte Budissa dann aber Oberwasser und brachte die Gäste mehr und mehr in Bedrängnis. Nach einem schnellem Angriff über Stefan Fröhlich und dem gut im Mittelfeld spielenden Miroslav Sentivan, setzt sich Torsten Marx im Luftkampf gegen Kujat und Moritz durch und den Ball haarscharf am Tor vorbei (27.). Drei Minuten später verfehlt Marx erneut nur knapp das Gehäuse der Randleipziger. Markranstädt versuchen sich in dieser Phase über schnelle Konter zu wehren, doch Budissas Aktionen waren deutlich gefährlicher. Sebastian Miltzow konnte nach Zichners raumöffnendem Paß und Ablage von Marx den guten Keeper Moritz noch nicht überwinden (37.). Gleich darauf forderten die knapp 600 Bautzener Zuschauer einen Strafstoß, als der wieder überragend spielende Helcelet nach Marx’ Steilpaß im Gerangel mit Kujat im Strafraum zu Fall kommt. Schiedsrichter Albert ließ hier weiterspielen, zeigte sich dafür bei einem eher harmlos anmutendem Zweikampf von Meißner gegen Danny Wochnik konsequenter und auf den Punkt. Stefan Fröhlich nahm die Führungsmöglichkeit gern an und jagte den Ball ins linke Dreiangel zur verdienten Halbzeitführung.

Sofort nach dem Wechsel drehte der SSV Markranstädt mächtig auf, Bautzen geriet schwer unter Druck. Zunächst setzt sich Hauck gegen Sven Johne durch, doch René Katzwinkel im Budissentor kann die Situation gedankenschnell bereinigen (47.). Unmittelbar danach rettet Sebastian Nuhs gegen Fraunholz für seinen schon geschlagenen Keeper (48.). Bei der folgenden Ecke bringt Mittenzwei die Kugel wiederum an Katzwinkel vorbei, doch auch hier kann Nuhs auf der Linie die brenzlige Situation bereinigen (49.). Die Gastgeber überstehen diese Phase mit viel Glück und Geschick. In der Folgezeit drängt Markranstädt permanent, doch die Defensivabteilung der Hausherren hat sich wieder gefestigt. Nur einmal noch, als Fraunholz’ Kopfball nach Flanke von Mittenzwei René Katzwinkel in Schwierigkeiten bringt, gerät die Führung in Gefahr (73.). Budissa konterte. Im Anschluß an Sentivans Flanke kommt Marx aus acht Metern frei zum Kopfball, Moritz’ Riesenparade verhindert noch die Entscheidung (79.). Diese bringt der anschließenden Eckstoß, vom eingewechselten Dörry ausgeführt, durch Sebastian Nuhs. Die Gäste spielten unermüdlich nach vorn, gaben sich nie auf, konnten aber gegen die nun sattelfeste Abwehr Budissas nichts mehr ausrichten.

25 Tage ist die 0:3-Heimniederlage im Punktspiel gegen den gleichen Gegner her. Zwischen beiden Spielen lagen Welten, Einstellung, Auftreten, Aggressivität, mannschaftliche Geschlossenheit – alles hatte an diesem Abend eine völlig andere Qualität. Ragten aus einer guten Mannschaft vielleicht noch Helcelet und Sentivan heraus, avancierte Sebastian Nuhs zum Matchwinner. Zweimal hat er Budissa vor dem Ausgleich bewahrt, einmal selbst entscheidend zugeschlagen. Der Lohn der Mühe ist der Halbfinaltag. Da wird dann der VFC Plauen auf der Müllerwiese erwartet. Die Vorfreude ist allerseits groß. Die Fans dürfen wieder auf einen herrlichen Fußballabend hoffen, Budissas Trainer Hoßmang sieht gespannt dem Familientreffen mit seinem für Plauen spielenden Sohn entgegen und sein Markranstädter Kollege Tino Vogel freute sich auf der Pressekonferenz sarkastisch ebenfalls auf ein Familientreffen – er hat an diesem Tage frei.


Bautzen: Katzwinkel – Fröhlich, Nuhs, Zichner, Johne – Helcelet (84. Maiwald), Petrick, Sentivan, Wochnik (76. Dörry) – Miltzow, Marx (89. Völker).

Markranstädt: Moritz – Räbsch, Meißner, Kujat, Wille – Risch (69. Seifert), Mittenzwei, Schaaf, Jurascheck – Fraunholz, Hauck (74. Klauß).

Tore: 1:0 Fröhlich (45. Foulelfmeter), 2:0 Nuhs (80.).

Ecken: 2:7 (1:1)

Gelbe Karten: Helcelet, Miltzow - Hauck.

Schiedsrichter: Lars Albert (Tannenbergsthal)

Zuschauer: 600.

jk
 

Lok Leipzig - Budissa Bautzen 0:0
(c) www.budissa-bautzen.de am 22.03.2009 um 21:14 (UTC)
 Nachdem Budissa Bautzen in den letzten beiden Heimpartien nicht überzeugen konnte, war man gespannt, wie die Spreestädter unter ihrem neuen Coach, Thomas Hoßmang, bei Lok Leipzig abschneiden würde. Die Gastgeber, unter den ersten dreien in der Tabelle und als großer Aufstiegsanwärter gehandelt, gingen trotz der beiden Niederlagen der Vorrunde (davon 1 x Pokal) als klarer Favorit ins Punktspiel. Das Bruno Plache-Stadion, mit 2878 Zuschauern gut gefüllt, erhoffte sich einen Erfolg gegen die Spreestädter. Budissa aber ging selbstbewusst in dieses schwere Spiel, jegliche Verunsicherung der beiden Auftaktspiele war wie weggeblasen. Trainer Thomas Hoßmang hatte die Aufstellung der Mannschaft im Mittelfeld etwas verändert, besonders der couragierte Auftritt von Karl Petrick, einem A-Jugend-Spieler, nötigt Respekt ab. Er zeigte über die volle Distanz solide Leistungen und konnte gefallen. Jeder Bautzner auf dem Rasen setzte sich voll in den Dienst der Mannschaft, es wurde um jeden Ball gekämpft. Auch wenn besonders im Spiel nach vorn in die Spitze noch nicht alles gelang, so ist der Wille der Mannschaft zu spüren und zu sehen gewesen. Die Gäste konnten in der Höhle des Löwen von Beginn an nicht nur voll mithalten, sondern waren spielbestimmend. Chancen im Spiel aber waren seltener, da die Abwehrreihen gut standen. Lukas Helcelet hatte eine gute Chance, doch der Lok-Schlußmann konnte den Schuss halten (9.). Lok war zwar bemüht, konnte aber kaum überzeugen. Bautzen kontrollierte das Spiel und hatte bei einem Freistoß von Lukas Helcelet eine weitere Chance (30.). Leipzig setzte auf Konter, konnte aber nur wenig daraus machen. Bei einem Freistoß der Gastgeber war Rene Katzwinkel zur Stelle (31.). Doch auch Lukas Helcelet hatte wieder mit einem Freistoß seine Chance, doch der Keeper hält (40.). Kurz danach eine größere Gelegenheit für Ralf Schreiber, doch zum Glück kann Sebastian Schenk den Ball von der Linie köpfen (42.). So gehen beide Teams mit einem 0:0 in die Pause.
Wertet man die erste Halbzeit, so kann Bautzen für sich ein Plus verzeichnen.
Nach dem Seitenwechsel kam Lok mit viel Druck zurück auf den Rasen, und Budissa muss öfter aufpassen. Doch Bautzen verliert nie die Übersicht und hält kämpferisch voll dagegen. Rene Katzwinkel stand nun öfter im Mittelpunkt, doch er ließ sich nicht überwinden. Oft pflückte er Flanken, die in den Strafraum flogen, vom Himmel (47., 50.). Ein Schuss von Manuel Starke wurde noch zur Ecke gelenkt (54.). Auch ein Freistoß von Holger Krauß ging knapp am Bautzner Tor vorbei (66.). Kurz danach strich ein Schuss von Alexander Kunert knapp über das Budissa-Tor (67.). Danach konnte sich der Gast etwas vom Druck befreien, selbst aber hatte man im Angriffsspiel nur wenig zu bestellen. Noch einmal musste Rene Katzwinkel ernsthaft eingreifen (76.), doch alles Bemühen nutzte nichts mehr, Bautzen entführte einen wertvollen Punkt aus dem Bruno Plache-Stadion. Eine tolle Mannschaftsleistung, bei der Rene Katzwinkel und Miroslav Sentivan noch herausragten. Überraschend auch das coole Auftreten von Karl Petrick, der einen guten Oberliga-Einstand ablieferte. Auf diese Leistung kann aufgebaut werden, muss aber am Sonntag gegen Aue II bestätigt werden. (cw)
 

FSV Budissa Bautzen vs. Markranstädt 0:3 ( 0:1 )
(c) www.budissa-bautzen.de am 22.03.2009 um 21:13 (UTC)
 Zum zweiten Heimspiel der Rückrunde kam der SSV Markranstädt auf die Bautzener Müllerwiese.
In der Tabelle hatte sich der Gast in der vorherigen Runde vor unsere Budissen geschoben, nun sollte der verlorene Boden zurückerobert werden.
Trainer Steffen Hammermüller hatte mit seinen Spielern das Ziel Sieg und damit drei Siegpunkt ausgerufen. Die Zuschauer sahen dann auch eine engagierte Bautzener Elf, die den Gast vom Anpfiff an unter Druck setzte und den Gegner in der eigenen Hälfte einschnürte. Diese Phase dauerte genau acht Minuten, dann kam Markranstädt das erste mal in den Bautzener Strafraum und schoss durch Benjamin Fraunholz das überraschende 0:1 (8.). Von diesem Schock erholte sich Budissa sehr lange nicht. Nach einer Ecke von Marcus Dörry schoss Sebastian Miltzow, doch Torhüter Alexander Moritz hielt (11.). Bautzen hatte den Spielfaden total verloren, viele Fehler im Spielaufbau, aber auch in der Abwehrarbeit. Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kam Bautzen ein wenig besser ins Spiel. Ein Schuss von Lukas Helcelet (41.), der aber dem Gästehüter keine Sorgenfalten bereitete.
So ging Budissa mit dem knappen Rückstand in die Pause , noch war eigentlich nichts verloren. Steffen Hammermüller war sehr enttäuscht von seinem Team, dementsprechend viel auch seine Halbzeitansprache ziemlich laut aus, vielleicht aber auch nicht laut genug.
Nach Anpfiff der zweiten Halbzeit schienen die Bautzener noch im Tiefschlaf, gerade hatte Lukas Helcelet eine gute Gelegenheit mit einem Torschuss abgeschlossen die her wie eine Rückgabe aussah, da lief schon der Konter, den Toni Jurascheck mit dem 0:2 abschloss (47.).
Von diesem Tor erholte sich Bautzen in der restlichen Spielzeit nicht mehr. Kleinere Gelegenheiten durch Thomas Pannach (52.) und anderen blieben die Ausnahme. Man bekam den Gegner einfach nicht in den Griff, der durch Sebastian Hauck sogar auf 0:3 (56.) erhöhte.
Eigentlich hätte Bautzen da schon das Handtuch werfen können, so sinnlos war die Gegenwehr. Minichancen durch Lukas Helcelet (73.) und Sebastian Miltzow (74.) waren nur Strohfeuer. Eine so desolate Leistung hat man schon lange nicht mehr von den Budissen gesehen. Die Bautzener Zuschauer glaubten nicht mehr daran, auch nur ein Tor ihrer Mannschaft zu sehen bekommen. Sie hatten recht, an diesem Tag hätte das Spiel noch Stunden länger dauern können ohne das man ein eigenes Tor erzielt hätte. Die klare Niederlage geht auch in dieser Höhe voll in Ordnung. Bisher hatte Budissa gegen Markranstädt auf der Müllerwiese noch nie verloren. Jetzt kann sich unsere Elf im Sachsenpokal gegen den gleichen Gegner revanchieren und zeigen, das man es besser kann. (cw)
 

FSV Budissa Bautzen - ZFC Meuselwitz 0 : 2 ( 0 : 0 )
Jens am 05.03.2009 um 12:06 (UTC)
 Gelungener Auftakt für den ZFC

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung holt sich der ZFC Meuselwitz drei wichtige Punkte aus Bautzen. Beim 2:0-Sieg half Budissa in den entscheidenden Szenen allerdings mit.

Der Platz war, nachdem er am Donnerstag und Freitag vom Schnee befreit wurde, in einem gut bespielbaren Zustand. Doch beide Mannschaften nutzen dies anfänglich nicht, zu groß war wohl der Respekt voreinander. Die Gäste hatten zwar deutlich mehr vom Spiel, konnten aber aus dieser Überlegenheit keine Torgefahr entwickeln. So plätscherte das Spiel lange vor sich hin, ehe Martin Bocek mit einem Kopfball die Zuschauer aus ihrer Lethargie riß (24.). Nach etwa einer halben Stunde erhöhten die Thüringer die Schlagzahl und kam zu Möglichkeiten. Sebastian Gaschs Solo gegen Stefan Fröhlich und Sebastian Nuhs wird zur Ecke abgelenkt, gleich darauf verfehlt Frank Müller per Kopf nach Flanke von Carsten Weis nur knapp (30.). Auch bei Karsten Oswalds Schuß aus 30 Metern fehlte nicht viel (36.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff verpaßt Mirko Kotowski nach einer Flanke von Weis das Tor (43.).
Meuselwitz war das ballsicherere Team, spielte zielstrebiger, war der Führung näher, biß sich aber an der Bautzener Innenverteidigung die Zähne aus.

Nach Wiederbeginn gewann das Spiel deutlich an Niveau, auch, weil Bautzen jetzt respektloser spielte. Sven Johne, der in diesem Spiel vom wenig überzeugenden Schiedsrichter Schramm zweimal die Gelbe Karte erhielt, zielte, wie auch Horst Rau, zu ungenau, um Oliver Dix in Gefahr zu bringen (48., 51.). Erst nach einer Ecke von Marcus Dörry und dem anschließenden Kopfball des Ex-Meuselwitzers Sebastian Miltzow war der Torhüter gefordert (53.), Schüsse von Miltzow und Horst Rau verfingen sich in der gut gestaffelten Abwehr der Gäste (64.). Doch die Halata-Schützlinge überstanden diese Phase ungeschoren und gewannen wieder Oberwasser. Über Oswald, bester Mann auf dem Platz, liefen fast alle Aktionen. Nach einem seiner vielen weiten Einwürfen und Kopfballverlängerung von Bocek, versucht sich der ebenfalls gut spielende Müller mit einem Fallrückzieher aus acht Metern (57.). In der 71. Minute schlägt Kapitän Oswald einen Freistoß in den Bautzener Strafraum und Müller köpft, am vorbeisegelnden Torwart René Katzwinkel vorbei, zur Führung der Gäste ein. Der Treffer fiel zu diesem Zeitpunkt eher überraschend. Budissa taumelt jetzt wie ein angeschlagener Boxer über den Platz und der ZFC weiß dies auszunutzen. Nach schönem Zusammenspiel von Bocek und Oswald über die rechte Seite, kommt Gasch an den Ball, umspielt an der Strafraumgrenze Sebastian Nuhs und läßt mit trockenem Schuß von der Strafraumgrenze Katzwinkel im Tor keine Chance. Bautzen hat nun den Betrieb eingestellt und Glück, daß nach einer Oswald-Ecke per Kopfstoß nur die Latte trifft (82.). Die Gäste, jetzt eindeutig Chef im Ring, bringen das Spiel clever nach Hause. Eine Minute vor Schluß sieht der Bautzener Andreas Zichner noch die rote Karte.

Der Sieg der Thüringer geht in Ordnung, sie waren das aktivere, cleverere Team. ZFC-Trainer Damian Halata sah sich bestätigt: „Wir wußten, daß es schwierig wird, haben unsere Taktik umgesetzt und die Nerven nicht verloren. In der ersten Halbzeit sahen wir ein sehr kontrolliertes Spiel beiderseits, klar, daß Standards da eine große Rolle spielen.“ Der Freistoß zum 1:0 brach den Bautzenern letztendlich das Genick. Bautzens Coach Steffen Hammermüller dankte allen, die halfen, daß das Spiel stattfinden konnte. „Leider konnten wir das nicht zurückzahlen. Wir haben uns kaum eine Chance erspielt, so kann man nicht gewinnen.“


Bautzen: Katzwinkel – Fröhlich, Nuhs, Zichner, Johne – Dörry (83. Grasse), Dietze (60. Sentivan), Th. Pannach, Rau – Helcelet (60. Marx), Miltzow.

Meuselwitz: Dix – Kotowski, Müller, Ferl, Zich – Weinert (69. Rudolph), Hesse, Oswald, Weis (79. Gemazashvili) – Gasch (83. Peters), Bocek.

Tore: 0:1 Müller (71.), 0:2 Gasch (78.).

Ecken: 6:4 (2:3)

Gelbe Karten: Dörry, Johne, Rau – Kotowski, Hesse.

Rote Karte: Zichner (89.)

Schiedsrichter: Marco Schramm (Magdeburg)

Zuschauer: 400.
 

FC Erzgebirge Aue II. - FSV Budissa Bautzen 5 : 1 ( 1 : 1 )
Jens am 03.10.2008 um 21:38 (UTC)
 Unter die Räder gekommen

Herrlichstes Fußballwetter, stimmungsvoller Einmarsch der Mannschaften („Glück auf, der Steiger kommt..“) und nett gemeinte Begrüßung der „Borussen“ aus Bautzen, dazu zwei Teams aus dem oberen Tabellendrittel – es war alles angerichtet für ein gutes und spannendes Spiel. Daß es am Ende einseitig wurde, konnte anfangs niemand voraussehen. Mit 5:1 siegte der Neuling Erzgebirge Aue II. äußerst klar gegen die Budissen aus Bautzen.

Dabei begann für die Gäste im Lößnitztal alles wie gemalt. Beide begannen engagiert, aber Budissa setzte die ersten gefährlichen Akzente. Nachdem Torwart Arnold gerade noch so gegen Torsten Marx zur Ecke klären konnte (7.), verwandelte der den von Marcus Dörry getretenen Ball per Kopf zur frühen Führung. Aue wirkte überrascht, brachte kaum etwas vernünftiges zustande. Nach knapp 20 Minuten setzte Müller mit seinem Freistoß ein erstes Achtungszeichen. Bei einem doppeltem Doppelpaß zwischen Blankenburg und Schwitzky mußte Torhüter Christoph Zwahr zum erstenmal richtig eingreifen (28.). Von da an übernahmen die jungen Gastgeber, das Durchschnittsalter lag bei 21 Jahren, vehement das Kommando. Müller verfehlt per Kopf (29.), Blankenburg per Direktschuß ebenfalls nur knapp (32.). Die Führung der Budissen ist jetzt glücklich, deren Aktionen atmen kaum noch Gefahr. Anders Erzgebirge. Schwitzky kommt Zwahr zuvor, doch Sebastian Nuhs hält auf der Linie den Kasten noch sauber (36.). Gleich darauf ist das Glück aber vorerst aufgebraucht. Eine weite Flanke Schwitzkys findet Blankenburg. Bei dessen Eingabe hat Müller keine Mühe, den hochverdienten Ausgleich zu erzielen. Marcus Dörry verfehlt im Gegenzug nur leicht, doch die Richtung des Spiels bleibt die gleiche. Bei Georgis Versuch fehlt nicht viel (39.), Blankenburgs Schuß entschärft Zwahr (40.) und auch in der letzen Minute der ersten Halbzeit brennt es lichterloh. Zunächst hält Zwahr gegen Blankenburg, den Abpraller verzieht Georgi (45.). Budissa hängt in den Seilen, hangelt sich in die Pause, der Halbzeitpfiff ist wie eine Erlösung.

Auch nach dem Wiederanpfiff war der Truppe von Holger Erler die Lust auf Fußball anzumerken. Georgi läuft allein auf Zwahr zu. Im anschließenden Gewühl macht Blankenburg aus kürzester Entfernung das 2:1. Gleich darauf wirft sich Andreas Zichner in Müllers Schuß und bereinigt so die Situation (57.). Budissa versucht gegenzuhalten, bei Dörrys Direktschuß muß sich Keeper Arnold mächtig strecken (58.), bei einem Freistoß des gleichen Spielers fehlt nicht viel (59.). Doch gleich darauf der K.O.-Schlag, selbst verursacht. Thomas Pannachs Rückpaß ist ein gefundenes Fressen für Müller, der Zichner stehen und Zwahr keine Eingriffsmöglichkeit läßt. Marcus Dörry versucht nochmals alles, zieht an Lobsch und Dojahn vorbei, im Fallen fehlt aber die Präzision (62.). Beide Mannschaften spielen mit offenem Visier, doch Aue hat die besseren Argumente. Kopfbälle von Müller hält Zwahr (64.) und streichen haarscharf vorbei (68.). Und so fällt das 4:1 auch völlig verdient. Ein schnell ausgeführter Freistoß Siemunds auf Schwitzky überrascht die Budissen völlig, Müller trifft die Lattenunterkante und Blankenburg drückt den Abpraller über die Linie. Aue wirkt spritziger und auch geistig frischer. Der pfeilschnelle Maik Georgi überläuft aus dem Mittelfeld kommend, die gesamte Bautzener Abwehr und schießt das letzte Tor des Tages. Die Erzgebirgler hatten ihr Tageswerk getan, Bautzens Versuche, das Ergebnis freundlicher zu gestalten (Marx (78.) und Rau (83.)), waren nicht mehr von Erfolg gekrönt. Mit verdientem Applaus quittierten die Zuschauer den fulminanten Sieg ihrer Jungs.

Der gute Start, den Budissa hinlegte, reichte nicht, um an die starke Leistung, die gegen Lok gezeigt wurde, anzuknüpfen. Nach etwa 25 Minuten ging der Spielfaden verloren, er wurde nicht mehr wiedergefunden. Als das 3:1 gefallen war, ist die Truppe untergegangen. Sicher war dies ein Dämpfer zur rechten Zeit, die Bäume wachsen halt nicht in den Himmel. Gegen Zwickau wird die Mannschaft wieder anders auftreten, daß sie das Zeug dazu hat, hat sie schon mehrfach bewiesen.


Aue II.: Arnold – Grandner, Liebold, Lobsch, Dojahn – Schwitzky, Wölfel, Siemund, Georgi (87. Wendschuch) – Blankenburg (88. Lenk), Müller.

Bautzen: Zwahr – Fröhlich, Nuhs, Zichner, Wochnik (54. Helcelet) – Dörry (75. Rau), Th. Pannach, Sentivan, Dietze– Miltzow, Marx (80. Völker).

Tore: 0:1 Marx (8.), 1:1 Müller (37.), 2:1 Blankenburg (49.), 3:1 Müller (60.), 4:1 Blankenburg (71.), 5:1 Georgi (75.).

Ecken: 5:3 (2:3).

Gelbe Karten: Blankenburg, Grandner – Dörry, Dietze, Marx.

Schiedsrichter: Martin Hofmann (Dachwig).

Zuschauer: 200.

jk
 

FSV Budissa Bautzen – 1. FC Lokomotive Leipzig 2 : 0 ( 2 : 0 )
Jens am 03.10.2008 um 21:38 (UTC)
 Spitzenreiter gestürzt

Große Kulisse für Bautzener Verhältnisse, so groß, wie seit knapp zweieinhalb Jahren nicht mehr auf der Müllerwiese. 1.680 Interessierte fanden Einlaß und wurden (mehrheitlich) von ihrer Mannschaft nicht enttäuscht. Mit 2:0 wurde der Klassenprimus nach Hause geschickt. Der hatte wiederum Schwierigkeiten, die Niederlage sportlich anzuerkennen, zu sehr fühlte er sich benachteiligt.

Die Partie begann relativ ereignisarm, nimmt man einmal den ersten Leipziger Annäherungsversuch bei Krauß’ Freistoß aus ca. 27m, der für Christoph Zwahr im Bautzener Tor kein Problem darstellte, aus (1.). Die Aktionen spielten sich danach im Mittelfeld ab. Budissa setzte auf eine sichere und konzentriert spielende Abwehr, die torverwöhnte Lok, immerhin 14 Treffer in den ersten vier Spielen, hatte keine gefährlichen Aktionen entgegenzusetzen. Erst nach 16 Minuten passierte aufregendes. Bei einen Freistoß, von Marcus Dörry getreten, schienen die Gäste keine größere Gefahr zu wittern, Torwart Evers verharrte auf der Linie und Torsten Marx hatte keine Mühe, Anton Köllner zu überspringen und so zur Führung einzuköpfen. Die Budissen sahen sich fortan in ihrer Taktik bestätigt und ließen den Spitzenreiter weiter anrennen, ohne wirklich in Gefahr zu geraten. Nur einmal mußte Christoph Zwahr im Gewühl gegen Aßmann und Köllner entschlossen eingreifen (18.). Zehn Minuten später erhitzten sich dann die Gemüter erstmalig. Sebastian Miltzow gewinnt ein Dribbling, wobei beide hielten, gegen Torsten Jülich, Marcus Dörrys Großchance macht Torwart Jan Evers noch zunichte, anschließend legt Anton Köllner den einschußbereiten Torsten Marx. Der verwandelt den fälligen Elfmeter sicher zum 2:0. Fortan haderten die Leipziger mit ihrem Schicksal, fühlten sich von Schiedsrichter Fritzsch benachteiligt. Auf deren Bank war mehr Bewegung als auf dem Feld, der Referee schickte Co-Trainer Trommer auf die Traversen. Das Faß zum Überlaufen brachte dann eine für Budissa sicher schmeichelhafte Entscheidung, als Steven Aßmann im Bautzener Strafraum zu Fall kam und das Spiel weiterlief (41.). Dazwischen hatte Ledwoch die Chance zum Anschlußtreffer, verzog aber nach Freistoß von Krauß nur ganz knapp (38.).

Nach 45 Minuten ist das taktische Konzept von Trainer Hammermüller aufgegangen, die Pleißestädter waren lediglich bei Standards und vor allem bei Knoofs Einwürfen gefährlich.

Halbzeit zwei begann gleich mit einem der wenigen Höhepunkte. Zunächst klärt Thomas Pannach auf der Linie gegen Schreiber, dann wähnt Köllner seine Bogenlampe schon im Tor, aber Sebastian Nuhs verhindert mit großem Einsatz den Gegentreffer (48.). Doch das war schon der größte Aufreger nach dem Wechsel, das Spiel verlief weiter in gleichen taktischen Bahnen. Leipzig kann sich nur wenig gefährlich in Szene setzen, weil Christoph Zwahr weder bei Aßmanns 13-Meter-Schuß (69.) noch Kunerts Versuch aus reichlich 25 Metern (74.) schwächelte und zudem glänzend reagiert, als Starke drei Budissen aussteigen ließ und abzog (83.). Auf der anderen Seite hätte Thomas Pannach nach weitem Freistoß des guten Andreas Zichner (67.) das Spiel endgültig entscheiden können. So bleibt es beim 2:0, dem dritten Heimsieg der Saison für Bautzen, das seine Chancen eiskalt nutzte und dem Gegner kaum ernsthafte Möglichkeiten ließ. Es war die ersten Saisonniederlage für die vor Wut schnaufende Lok.

Auch auf der Pressekonferenz lagen die Nerven blank. Lok-Trainer Rainer Lisiewicz haderte mit der kleinlichen und, seiner Meinung nach, einseitigen Regelauslegung des Schiedsrichters, sein Kollege Steffen Hammermüller lobte die disziplinierte Spielweise seiner Truppe. Nach einer wenig glücklich wirkenden Aussage zur Spielweise der Gäste verließen diese den Saal.

Das Spiel war sicher nicht überragend, jedoch verdiente sich Budissa den Sieg, weil es sich kaum Schwächen leistete und taktisch gut ausgerichtet war. Platz drei ist der Lohn, man traut seinen Augen nicht – ein Quantensprung im Vergleich zur Vorsaison.


Bautzen: Zwahr – Fröhlich, Nuhs, Zichner, Wochnik – Dörry (90. Helcelet), Th. Pannach, Sentivan, Dietze – Miltzow, Marx.

1.FC Lok Leipzig: Evers – Jülich, Krauß, Köllner, Hensgen – Quidzinski (62. Heusel), Ledwoch, Knoof – Aßmann (70. Kunert), Starke, Schreiber (76. Höhn).

Tore: 1:0 Marx (16.), 2:0 Marx (29./Foulelfmeter).

Ecken: 2:1 (0:0).

Gelbe Karten: Miltzow, Nuhs, Th. Pannach, Dietze - Hensgen, Aßmann, Krauß, Ledwoch, Knoof.

Schiedsrichter: Sebastian Fritzsch (Weischlitz).

Zuschauer: 1.680

(jk)
 

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