Berichte

Gerechtes Unentschieden gegen Abstiegskandidaten
Jens am 24.02.2008 um 19:03 (UTC)
 Nach den guten Leistungen in den letzten Vorbereitungsspielen konnte Budissa zum Rückrundenauftakt gegen die stark abstiegsbedrohten Zwickauer nicht überzeugen und erreichten lediglich ein 2:2-Unentschieden.

Bei herrlichstem Frühlingswetter fand sich eine stattliche und erwartungsfrohe Kulisse auf der Müllerwiese ein und sollten zunächst nicht enttäuscht werden. Die Gastgeber begannen wie die Feuerwehr, zeigte sofort, wer Herr im Haus ist und hatten schon nach zehn Sekunden ihre erste Ecke. Es waren noch keine drei Minuten vergangen, da schlug es zum ersten Male bei den Zwickauern ein. Rau setzt sich auf der linken Seite durch, seine Eingabe findet Hausmann, der aus ca. 15 Metern schön verwandelt. Doch der Jubel ist noch nicht verhallt, da hat Zwickau bereits zurückgeschlagen. Moses’ Paß hebelt die Viererkette aus, Hanke schiebt den Ball an Zwahr, der den Vorzug gegenüber Schier erhielt, vorbei. Nach Nuhs’ Rettung auf der Linie prallt der Ball wieder zu Hanke, der den Ausgleich erzielt.
Anschließend verflachte das Spiel völlig. Budissa mühte sich, Zwickau aber versteckte sich nicht und war gefährlicher mit seinen Kontern, zumal die Verunsicherung der Abwehr der Gastgeber nicht zu übersehen war. So mußte Zwahr mehrmals retten, so gegen Meyer, der nach Paß von Scholze allein auf den Torhüter zulief (13.), gegen Moses nach erneutem Steilpaß von Scholze (38.) und gegen Strobel, der wiederum schön von Scholze eingesetzt wurde (39.). Glück für Zwahr, daß der völlig freistehende Hanke nach herrlicher Flanke von Jazwinski mit seinem Kopfball das Tor verfehlte (41.).
Budissa fehlten die Ideen, auch und vor allem, weil sich Dörry gegen Jazwinski und Trochocki nur ganz selten durchsetzen konnte und meist nur bei Standardsituationen Akzente zu setzen vermochte. So in der 13. Minute, als seine Ecke von Kunisch knapp vorbei geköpft wurde.
Der schönste Angriff des Spiels war leider nicht von Erfolg gekrönt, Pannachs schnell ausgeführter Freistoß landet bei Sentivan, der direkt zu Dörry spielt, seine Eingabe verzieht Hausmann allerdings im Fallen (29.).
Michael, der bei Standards mit im gegnerischen Strafraum auftauchte, hatte zwei Möglichkeiten, die jedoch nicht zwingend waren. (36., 38.).

In der zweiten Hälfte versuchten die Gastgeber, das Zepter in die Hand zu nehmen. Zunächst verzieht Rau (47.) und Hausmanns Kopfball streicht über das Tor (48.). Dem 2:1 ganz nahe war Dörry, als sein Freistoß aus 20 Metern vom Innenpfosten jedoch wieder ins Feld zurückspringt (52.). Doch wieder weiß sich Zwickau zu wehren, in Jazwinskis Freistoß wirft sich Nuhs rettend (55.), Fröhlich kann Moses’ Kopfball von der Linie kratzen (56.). In der 64. Minute gab es dann nichts zu retten, Zwickau ging nicht unverdient in Führung. Meyer spielt auf links zu Moses, der setzt sich gegen Kunisch und Michael, die sich uneins sind, durch und läßt Zwahr keine Chance.
Danach passiert erstaunlicherweise nicht viel, die Gastgeber wirken gelähmt, das Spiel findet zwischen den Strafräumen statt. Eher unvermittelt der Ausgleich, Dörrys Ecke köpft Kunisch wuchtig zum 2:2 in die Maschen. Anschließend schwächt sich Zwickau selbst. Moses, bereits gelbbelastet, säbelt an der Seitenauslinie im Mittelfeld Wochnik um und wird des Platzes verwiesen. Budissa versucht jetzt, das Spiel noch zu drehen, drückt auf den Führungstreffer, Zwickau zeigt sich mit dem Punkt zufrieden und zieht sich zurück. Drei Minuten vor Schluß spielt Wochnik auf Sentivan, dessen Paß Fröhlich in die Mitte flankt, aber Fährmann kommt Völker und Schaumkessel zuvor. Kurz darauf versucht sich Dörry nochmals mit einem Freistoß, sein Ball wird aber abgefälscht. Als sich alle mit dem Unentschieden abgefunden zu haben scheinen, stockt den Bautzenern nochmals der Atem. Trehkopfs Freistoß aus 23 Metern streicht aber knapp am Dreiangel vorbei, Zwahr hätte da keine Chance gehabt.

Budissa konnte leider nicht die guten Eindrücke der letzten Spiele bestätigen. Das Gegentor in der 5. Minuten schien die Hammermüller-Truppe zu verunsichern und zu lähmen. Zu weit weg in den Zweikämpfen, wurde es den Gästen nicht schwer gemacht, gegenzuhalten. Deutlich auch, daß, wenn Dörry aus dem Spiel genommen ist (Helcelet ist leider verletzt), die Ideenvielfalt eher spärlich ist. Budissa gelang es erst nach Moses’ Platzverweis, dem Spiel deutlich seinen Stempel aufzudrücken. Leider zu wenig, um als Sieger den Platz zu verlassen.


Bautzen: Zwahr – Fröhlich, Kunisch, Michael, Wochnik – Dörry, Nuhs, Sentivan, Pannach (68, Völker), Rau (61. Dietze) – Hausmann (68. Schaumkessel).

Zwickau: Fährmann – Köcher, Gleis, Scholze, Jazwinski (90.Schmidt) – Meyer (77. Fuchsthaler), Trochocki, Strobel, Moses – Trehkopf, Hanke

Tore: 1:0 Hausmann (3.), 1:1 Hanke (5.), 1:2 Moses (64.), 2:2 Kunisch (76.).

Ecken: 10:3 (6:1)

Gelbe Karten: Dietze, Michael - Gleis

Gelb-Rote Karte: Moses (80.)

Schiedsrichter: Cyrklaff (Neuhausen)

Zuschauer: 1.080

(jk)
 

4. Platz, aber es war mehr drin
Jens am 14.01.2008 um 14:39 (UTC)
 Dynamo Dresden hat sein Hallenturnier gewonnen. 3:2 hieß es nach Verlängerung in einem spannenden Spiel gegen den FSV Zwickau, das Golden Goal erzielte Sebastian Kieback .
Budissa hielt sich ganz wacker, gegen den späteren Turniersieger gelang zunächst ein 1:1.

Dynamo war von Anfang an das offensivere Team, auch, weil mit Maik Wagefeld einen mitstürmenden Torwart spielte. Doch Budissas Horst Rau gelang das erste Tor des Tuniers per Flachschuß in die lange Ecke. Dynamo, das mit einem Mix aus Landes- und Regionalligaspielern antrat, war in der Folgezeit drückend überlegen, Schier geriet unter Dauerbeschuß. Die Führung hielt bis drei Minuten vor der Schlußsirene, auch weil Nuhs und Sentivan auf der Linie klären konnten. Rettete Schier noch zweimal gegen Pietsch, war er jedoch chancenlos bei Kiebacks Nachschuß. Glück für Budissa in der Schlußminute, daß der Keeper eine Doppelchance von Surma zunichte machte.

Gegen die Promimannschaft, bei der z.B. Genesis-Sänger Ray Wilson, René Beuchel und Robert Reschke mitspielten, sprang ein 8:1-Sieg heraus. Robert Riedel gelang nach einem Fehlpaß von Wilson das 1:0, dann staubte Rau nach seinem Doppelpaß mit Sentivan und dessen Lattenschuß zum 2:0 ab. Schaumkessel und Dörry schlossen schöne Kombinationen zum 3:0 und 4:0 ab, so war bereits nach der Hälfte der Spielzeit die Partie entschieden. Das Gegentor von Beuchel bejubelten die Dynamofans besonders, anschließend trafen aber nochmals Rau, zweimal Schaumkessel und Helcelet zum 8:1 gegen die überforderten Promis. Auch Deutsch-Pop-Sänger Ben, der mit Mütze deutlich besser spielte als ohne, konnte an den Verhältnissen nichts ändern. Trotzdem wünschten sich die mitgereisten Bautzener Fans lautstark ein Kind von ihm ...

Im Halbfinale wartete Ligakonkurrent FSV Zwickau, der sich in der Gruppe B mühelos gegen Dresden 06 Laubegast und Heidenau durchsetzen konnte.
Schon in der 2. Minute konnte Riedel den Zwickauer Keeper Fährmann von der Seitenbande aus per Flachschuß zum 1:0 überwinden. Nach Nuhs’ Sprint über das ganze Feld scheitert Helcelet am Torwart, das 2:0 war nahe. Sentivan versucht ein Kabinettstückchen an der eigenen Bande, legt so mit einem Heber dem Zwickauer Moses den Ball butterweich auf den Kopf und der nickt ins leere Tor ein. Trochocki und Schmidt können alleine vor Schier diesen nicht überwinden. Zwei Minuten vor Schluß scheint das Spiel verloren, Scholze trifft aus vier Metern zum 1:2. Aber Nuhs, jetzt mitspielender Torwart, schnappt sich kurz danach an der Mittellinie die Kugel und jagt sie zum 2:2 in die Maschen.
Im Neunmeterschießen zeigen sich die ersten acht Schützen nervenstark, für Budissa verwandeln Dörry, Riedel, Rau und Sentivan. Dann scheitert Helcelet an Fährmann, was Schier gegen den Zwickauer Torhüter aber wieder wettmacht. Im sechsten Versuch scheitert auch Dörry und Scholze zerstört die Finalträume der Bautzener.

Beim Spiel um Platz 3, bei dem es immerhin noch um 250 Euro ging, war Budissa größtenteils feldüberlegen, bissiger aber waren die Laubegaster. Stoilov ließ aus Nahdistanz Zwahr keine Chance (4.). Budissa mußte nun offensiver spielen und fing sich Konter ein. So trifft Hamel zum 2:0 nach sieben Minuten. Budissa jetzt wieder mit spielendem Torwart, verstärkte den Druck und hat damit Erfolg, Golbs erzielt den Anschlußtreffer. Doch Starke und Schmidt machen die Hoffnungen der Ostsachsen auf eine Turnierprämie zunichte.

Alles in allem ein schöner Nachmittag. Der Eintritt von 15 Euro war aber ziemlich gesalzen. Das fanden offensichtlich auch die Dresdner, die Halle war nur zur Hälfte gefüllt.

Budissa spielte mit Schier, Dörry, Nuhs, Schaumkessel, Rau, Golbs, Helcelet, Wochnik, Sentivan, Johne, Riedel, Zwahr.

Vorrunde:
St. A Dynamo Dresden - Budissa Bautzen 1:1
St. B FSV Zwickau - FV Dresden 06 4:2
St. A Budissa Bautzen - Promimannschaft 8:1
St. B FV Dresden 06 - Heidenauer SV 2:2
St. A Dynamo Dresden - Promimannschaft 10:1
St. B FSV Zwickau - Heidenauer SV 5:2

Gruppe A
1. Dynamo Dresden 11:2 4
2. Budissa Bautzen 9:2 4
3. Promimannschaft 2:18 0

Gruppe B
1. FSV Zwickau 9:4 6
2. FV Dresden 06 4:6 1
3. Heidenauer SV 4:7 1


Halbfinalspiele:
Dynamo Dresden - FV Dresden 06 6:2
FSV Zwickau - Budissa Bautzen 2:2, 5:4 nach Neunmeterschießen

Spiel um Platz 3:
FV Dresden 06 - Budissa Bautzen 4:1

Finale:
Dynamo Dresden - FSV Zwickau 3:2 nach Verlängerung

j.k.
 

Hauptsache gewonnen
Jens am 02.12.2007 um 22:52 (UTC)
 Mit einem wichtigen 1:0-Sieg gegen das Schlußlicht der Tabelle verabschiedet sich Budissa von seinen treuen Anhängern in die Winterpause. Nur 450 mochten bei passablem Wetter der Premiere des neuen Trainers, Steffen Hammermüller, beiwohnen.
Gegenüber dem Spiel in Chemnitz gab es nur eine Änderung in der Aufstellung, Zichner erhielt den Vorzug vor Kunisch.
Nachdem Sangerhausen den ersten Akzent setzt (Distanzschuß Trautmanns über das Tor (2.)), übernahm Bautzen die Regie und erspielte sich gute Chancen. Helcelets Flanke nach gutem Zuspiel von Dietze findet Riedel, der aber aus spitzen Winkel drei Moter vorm Tor versemmelt (4.). Krügers Foul am agilen Riedel nutzt Fröhlich zu einer weiten Freistoßflanke, beim anschließende Kopfball von Riedel hat Gästekeeper Bölke leichte Probleme (5.). Eine schöne Kombination von Helcelet und Hausmann ermöglicht Schaumkessel eine gute Chance, die dieser aber unter Bedrängnis nicht verwerten kann (8.). Golbs’ Ecke ermöglicht Hausmann, der Bäcker überspringt, aus sieben Metern eine gute Kopfballmöglichkeit, doch auch diese wird versiebt (17.). Riedels Eingabe von der Grundlinie kann Hausmann, dem einige technische Fehler unterliefen, nicht verwerten (21.). Starke Szene aber von Hausmann, als er mit dem Rücken zum Tor stehend, Dietzes Einwurf annahm und aus der Drehung knapp am Tor vorbei zielte (28.). Wiederum steht Marcus Hausmann im Mittelpunkt und diesmal hat er richtig Pech. Sein herrlicher 30-Meter-Freistoß landet am Gebälk, Sangerhausens Torhüter Bölke rührte da keinen Finger (38.). Chancen über Chancen, aber kein Tor. Im Gegenteil, Fünf Minuten vor der Halbzeit mal wieder ein Achtungszeichen der Gäste. Bei einem Konter über Maherovych wuselt sich Fährmann, bester Spieler auf dem Platz, gegen Fröhlich durch, seinen Paß kann aber wiederum Maherovych aus 13 Metern nicht an Zwahr vorbeibringen. Und dann noch fast das 0:1. Dietze vertändelt den Ball, die Gäste mit schnellem Umkehrspiel über Fährmann und wiederum Maherovych, seinen eigentlich harmlosen Paß läßt Zwahr unnötig auf Meyer prallen, dessen Schlenzer kann jedoch Zichner von der Linie holen. Gleich darauf überspring Maherovych Nuhs und bringt so mit seinem Kopfball Zwahr wiederum in Schwierigkeiten.
Bautzen ist klar am Drücker, mußte eigentlich schon lange führen, ließ sehr viele Chancen aus und machte so die Gäste stärker, als sie eigentlich waren. Sangerhausen sucht sein Heil meist in Fernschüssen, die bis zu diesem Zeitpunkt aber keine Gefahr darstellen.

Die zweite Halbzeit begannen die Gäste engagierter, jedoch ohne nennenswerte Torgefahr. Anders Budissa, weiter bemüht, Zichners Volleyschuß Beleg dafür (51.). Dann endlich die hochverdiente Führung. Sentivan schnappt sich das Leder im Mittelfeld, paßt zu Riedel, dessen Flanke Schaumkessel zwar verpaßt, aber Helcelet findet, der den Stellungsfehler von Gängel ausnutzt und so zum längst fälligen 1:0 einschiebt (54.). Eine Minute später könnte Robert Riedel den Sack zubinden. Bei Golbs’ harmloser Eingabe behindern sich Quidzinski und Trautmann und schenken so dem Bautzner den Ball, sein Schlenzer aus acht Metern allein vor Bölke findet aber nicht das Ziel. Die vielen vergebenen Chancen lassen die Gäste nun mutiger werden. Der gerade eingewechselte Kunisch wirft sich in einen Schuß von Schmidt (61.), Nuhs klärt vor dem erneut einschußbereiten Schmidt, der nach schneller Kombination über Bäcker, Fährmann, Maherovych und wiederum Bäcker frei stand (65.). Nur einmal noch mußte Bölke aufpassen, als er gegen Rau und Sentivan, der gut spielte aber zu wenig selbst den Abschluß suchte, klären konnte. Zwahr gerät immer mehr in den Mittelpunkt. Mit einer Klasse-Reaktion hält er die Führung von Budissa, als er vor Maherovych an den Ball kommt, nachdem dieser schön von Meyer bedient wurde (83.). Zwei Minuten später entschärfte er einen Freistoß, erneut von Maherovych getreten.

Budissa hangelte sich ins Ziel. Dank der offen zu Tage tretenden Sturmschwäche hatte der Betrachter stets ein mulmiges Gefühl, auch gegen den Tabellenletzten konnte die Leistung nicht 100%ig überzeugen. Bester Spieler auf Bautzener Seite war sicher wieder Lucas Helcelet. Er schoß erneut das entscheidende Tor, wie auch schon in Auerbach und gegen Plauen.
16 Punkte aus 15 Spielen sind nicht die Welt, aber halten die Mannschaft erst einmal weg vom Abstieg. Hoffentlich kann Steffen Hammermüller die Winterpause nutzen, um der Mannschaft die Unsicherheit zu nehmen und ihr mehr Torgefährlichkeit zu verleihen.

Schöne Begebenheit noch am Rande: Der Fanarbeitskreis präsentierte den Zuschauern die aus deren Spendengeldern finanzierte neue Fanfahne, welche in ihren Wappen die Brücke aus der Vergangenheit des Vereins in seine Gegenwart schlägt.

Bautzen: Zwahr – Fröhlich, Nuhs, Zichner – Helcelet (77. Johne), Dietze (56. Kunisch), Sentivan, Riedel, Golbs – Schaumkessel, Hausmann (67. Rau).

Sangerhausen: Bölke - Bäcker, Quidzinski, Habichhorst – Herold (60. Schmidt), Krüger, Trautmann, Gängel - Fährmann - Meyer, Maherovych.

Tore: 1:0 Helcelet (54.).

Ecken: 6:4 (4:2).

Gelbe Karten: Riedel, Zichner - Habichhorst.

Schiedsrichter: Schröder (Jena)

Zuschauer: 450

(jk)
 

Nach zehn Minuten war alles vorbei
Jens am 26.11.2007 um 14:25 (UTC)
 Ein Spiel dauert 90 Minuten – sagt man. In Westsachsen waren für die Spreestädter schon nach 10 Minuten die Messen gesungen, zeichnete sich ein Debakel ab. Vor 2542 Zuschauern unterlag Budissa Bautzen in Chemnitz, sieht man die Spielanteile, recht knapp mit 0:3.
Der klaren Favoritenrolle des Gastgebers wollte Budissa das Selbstvertrauen, das aus dem Sieg gegen Plauen gezogen wurde, entgegensetzen. Trainer Hain beließ seine erfolgreiche Mannschaft der Vorwoche unverändert. Doch sehr schnell, viel zu schnell, ließen sich die Bautzener vom Hausherren den Zahn ziehen.
Chemnitz begann wie die Feuerwehr, schon nach zwei Minuten war die Führung möglich, als Kellig nach langem Paß von Schlosser allein auf Zwahr zulief, aus zwölf Metern aber am Innenpfosten scheiterte. Eine Minute später ist Zwahr erneut gefordert, nachdem Großmann auf Paß von Kellig vor ihm auftaucht. Wiederum nur zwei Minuten danach verliert Golbs in Strafraumnähe den Ball gegen Becker, der von Kunisch zu Fall gebracht wird. Den anschließenden Freistoß hält Riedel mit der Hand auf und schenkt so den Chemnitzern einen Elfmeter, den Kellig zu seinem zehnten Saisontor nutzt.
Als Kunisch, dem heute wenig gelang, dem Antritt von Kunert nicht zu folgen vermag, gibt es Freistoß von der rechten Seite. Zwahr kann den angeschnittenen Ball von Schlosser nur prallen lassen und im Gewühl behauptet sich Reinhardt und stochert den Ball über die Linie zum 2:0. Nach zehn Minuten war die Partie praktisch entschieden, Bautzen bis dahin ohne jegliche Chance.
Erst jetzt mischte sich Budissa ins Spiel ein. Hausmanns Versuch aus 25 Metern (12.) und Golbs, nach schönem Angriff über Dietze und Schaumkessel (14.), konnten jedoch Klömich nicht ernsthaft gefährden. Erst Helcelet, nach feiner Kombination über Golbs und Schaumkessel auf der rechten Seite freigespielt, bereitete dem Chemnitzer Keeper aus spitzem Winkel Probleme. Auf der anderen Seite kann sich Bautzens Torhüter erneut auszeichnen, als er Sonnenbergs Kopfball aus Nahdistanz parieren konnte (29.). Unterbrochen von Beckers Schußchance nach energischem Sololauf, die Zwahr vereitelte (39.), hatten die Gäste noch zwei gute Möglichkeiten. Den bis dahin besten Angriff über Schaumkessel, der Helcelet auf der rechten Seite geschickt einsetzte, verstolperte aber Hausmann (34.) und Sentivans überlegten Paß konnte Golbs, von Sieber bedrängt, aus spitzem Winkel nicht nutzen (42.).
Erst nach den völlig verschlafenen zehn Anfangsminuten wachte Budissa auf und versuchte selbst Akzente zu setzten. Wenn Chemnitz, dessen Führung zu diesem Zeitpunkt völlig verdient war, das Tempo anzog, zeigten sich in der Abwehr große Unsicherheiten.

Als hätte niemand etwas aus der ersten Halbzeit gelernt, überließen die Budissen den Chemnitzern in der zweiten wieder die Anfangsphase. Zwahr rettete gleich zweimal hintereinander, erst gegen Sieber, dann gegen Schlosser (48.). Einen weiten Freistoß von Torwart Klömich erreicht Kellig, der Dietze schlecht aussehen läßt, seine Eingabe verwandelt Sonnenberg, einen Stellungsfehler Fröhlichs ausnutzend, unbedrängt zum 3:0 (53.). Zwahrs gutem Reflex ist es zu verdanken, daß Sonnenberg fünf Minuten später aus 9 Metern nicht zum 4:0 einköpfen kann. Budissa läßt nun immer mehr nach, Nuhs, teilweise völlig von der Rolle, rettet auf der Linie, nachdem er selbst durch ein unnötiges Fehlabspiel den Chemnitzern eine große Chance ermöglichte, die Schlosser aber nicht verwerten konnte (65.). Erneut verliert Nuhs, von Fröhlich in Bedrängnis gebracht, den Ball an Kellig, der von der Strafraumgrenze allein vor Zwahr wiederum nur den Innenpfosten trifft (70.). Drei Minuten darauf reagiert der Bautzener Keeper erneut glänzend, einen Außenristschuß von Schimmel zunichte machend. Die Gäste wirkten in dieser Phase völlig hilflos, Kellig und Kunert gerieten zum Alptraum. Bei ihrem Keeper konnte sich die Mannschaft bedanken, daß das Ergebnis in einem erträglichen Rahmen blieb.

Die ersten zehn Minuten und die zweite Halbzeit völlig verschlafend, geriet die Hain-Truppe von einer Verlegenheit in die andere. Die guten Ansätze, die Mitte der ersten Halbzeit gezeigt wurden, gerieten leider zur Nebensache. Chemnitz hat der gleichen Elf, die vorige Woche Plauen besiegte, deutlich die Grenzen aufgezeigt. Allein die Gastgeber hatten es in der Hand, die Höhe des Resultats zu bestimmen, Budissa war auf deren Gnade angewiesen.


Chemnitz: Klömich – Reinhardt, Sieber, Kunert, Thönelt – Becker, Großmann, Schlosser (86. Sinaba), Schimmel (77. Troschke) – Kellig, Sonnenberg (77. Förster).

Bautzen: Zwahr – Fröhlich, Nuhs, Kunisch, Golbs – Riedel (62.Johne), Helcelet, Sentivan, Dietze – Schaumkessel (76. Völker), Hausmann (62. Rau).

Tore: 1:0 Kellig (6./Handelfmeter), 2:0 Reinhardt (9.), 3:0 Sonnenberg (53.).

Ecken: 6:2 (2:0)

Gelbe Karten: - Kunisch, Nuhs, Dietze, Rau

Schiedsrichter: Jauch (Bernshausen)

Zuschauer: 2.542
 

Budissa im Geraer Sturm untergegangen
Jens am 12.11.2007 um 17:50 (UTC)
 Nach dem Sieg gegen Pößneck witterten die Budissafans wieder Morgenluft. Ca. 40 von Ihnen charterten einen Bus, um die Truppe in ihrem erhofften Aufwind zu unterstützen. Und es war in der Tat sehr windig, stürmisch sogar. Und in diesem Sturm ging Budissa unter.

Das für den MDR extra um eine halbe Stunde vorverlegte Spiel, begann mit zwölfminütiger Verspätung. Nachdem Geras Tröger mit einer verunglückten Flanke zunächst Zwahr prüfte, zeigte Hain-Truppe, daß sie gewillt war, hier etwas zu reißen. Schaumkessels Schuß (2.) und Kunischs Versuch aus 20 Metern, den Richter nur mit Mühe zur Ecke lenken konnte (6.), waren Beleg dafür. Doch damit hatten die Gäste zunächst ihr Pulver verschossen. Gera kam jetzt auf und setzte die Akzente. Nach Bloß’ schöner Vorlage mit der Hacke, kann Nuhs den durchgebrochenen Janke gerade noch vor der Strafraumlinie stoppen. Den anschließenden Freistoß versenkte Linksverteidiger Grossert nach einer einfachen Ablage flach im linken Eck (15.). Vier Minuten später verhindert Zwahr mit einer guten Parade das mögliche 2:0, nachdem Zichner einen langen Ball unterläuft und so Barich plötzlich frei vor dem Bautzener Keeper auftaucht.
Anschließend verflacht das Spiel. Eine Viertelstunde Leerlauf langweilt die spärlich erschienenen Besucher, dann rafft sich Budissa noch mal auf. Nach energischem Antritt von Fröhlich und Flanke von Sentivan, versucht es Golbs aus 23 Metern und verfehlt das Gehäuse nur knapp (34.). Eine Minute später verpaßt Johne das Ziel, nachdem sich Sentivan auf der rechten Seite durchsetzen konnte.
Drei Minuten vor der Halbzeit dann die Vorentscheidung. Barich, Ast und Tröger können sich in aller Seelenruhe den Ball vorm Strafraum der Bautzener zuschieben, Trögers Flanke köpft Ast unbedrängt aus 11 Metern ein.

Zur Halbzeit ist das 2:0 vielleicht etwas zu hoch, Bautzen stets bemüht, die Tore sind aber groben Schnitzern in der Abwehr geschuldet.

Budissa auch anfangs der zweiten Hälfte fleißig, Hausmann schiebt aus halblinker Position nach Zuspiel von Kunisch knapp vorbei (53.). Doch nach Kunischs Unaufmerksamkeit im Mittelfeld, wird das Spiel dann endgültig entschieden. Weißhaupt spielt den Ball gedankenschnell zu Bloß, dessen Flanke verwandelt Janke im Fallen zum 3:0 (56.). Budissa ausgekontert, war dann völlig von der Rolle, Gera eindeutig Chef im Ring. Als Fröhlich den Ball gegen Schlachta verliert, muß sich Zwahr mächtig strecken, um den anschließenden Freistoß von Bloß zur Ecke abzulenken (62.), bei Bloß’ Flanke auf Barich klärt Zichner (67.). Barich läßt Kunisch und Zichner mit feinem Trick schön aussteigen, seinen Schuß kann Zwahr zwar parieren, beim Nachschuß von Schlachta, der wie Janke am 5-Meter-Raum völlig frei steht, ist er allerdings machtlos (72.). Und Budissa mußte selbst um das 0:4 noch bangen, totale Konfusion im Strafraum, als Weißhaupt zuerst am Pfosten, dann an Zwahr und im dritten Versuch an Fröhlichs Rettungstat auf der Linie scheitert. In der 82. Minute kann sich Zwahr erneut auszeichnen, indem er einen Konter über Raab, Schlachta und Janke durch gedankenschnelles Herauslaufen zunichte machte. Daß Budissas bester Angriff über Kunisch, Dietze, Riedel und Rau zur Ecke abgewehrt wurde (89.), kann die enttäuschende Leistung der zweiten Halbzeit nicht mehr aufwerten.

Vor allem die zweite Halbzeit war ein spielerischer Offenbarungseid. Im Sturm viel zu pomadig, das Tempo immer wieder verschleppend, waren die Geraer kaum zu beeindrucken. Die Abwehr hatte keine guten Tag, um es vorsichtig zu umschreiben, Zwahr konnte einem leidtun. Das schönste am Spiel war das Fanverhalten. Mitte der zweiten Halbzeit verbrüderten sich beide Seiten und trotzten so auf teilweise amüsante Weise den widrigen Bedingungen.

Gera: Richter – Fuhrmann, Tews, Grossert – Tröger (79. Bangemann), Weißhaupt, Ast, Schlachta, Bloß (87. Franz) – Barich (77. Raab), Janke

Bautzen: Zwahr – Fröhlich, Nuhs, Zichner – Johne (71. Rau), Sentivan (71. Riedel), Kunisch, Dietze, Golbs – Schaumkessel (78. Völker), Hausmann

Tore: 1:0 Grossert (15.), 2:0 Ast (42.), 3:0 Janke (56.), 4:0 Schlachta (72.)

Ecken: 4:8 (3:4)

Gelbe Karten: Fuhrmann - Nuhs, Hausmann, Zichner

Schiedsrichter: Marschner (Berlin)

Zuschauer: 217
 

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